Aufgewachsen mit toxischen Eltern beeinflusst das Leben oft bis zum Ende.

Klingt hart?

Das ist aber leider die bittere Wahrheit. Zu oft stellt sich in Gesprächen mit den Frauen, die ich habe, heraus, dass sie auch mit Ende 40-50 und sogar 60 Jahren unter dem Schatten ihrer Eltern, der Vergangenheit und Erlebnisse in der Kindheit stehen. 

Erschreckend ist das. 

  • Nie gelebt, wie der eigentlich tiefe Wunsch war. 
  • Nie getan, was einen wirklich glücklich gemacht hätte.
  • Nie an sich selbst geglaubt, weil man den verletzenden Worten zu viel Glauben geschenkt hat. 

Nach längerem „graben“ nach dem Grund eines bestimmten Verhaltens oder Überzeugung sind es in vielen Fällen sogar einfach nur daher geredete Sätze, die eine tiefe Wunde hinterlassen haben. 

Bei einer meiner Klientinnen war es tatsächlich nicht einmal ein Satz der Eltern, sondern der Erzieherin im Kindergarten, die ihr Leben für viele Jahre beeinträchtigt hat. 

So verschieden wie die Geschichten sind, so verschieden sind auch die Gründe für die Blockade im Leben jeder Einzelnen. 

Typische Folgen einer toxischen Erziehung

Was aber dann am Ende alle gemeinsam haben, sind die typischen Folgen, die durch den Narzissmus entstehen:

Das ewige schlechte Gewissen und Schuldgefühle!

Jeder tut ihnen leid. Sie fühlen sich verpflichtet, für das Glück aller anderen. Selbst bei allem, was überhaupt nichts mit ihnen zu tun hat, fühlen sie sich schuldig und verantwortlich. Hat der Partner einen kleinen Unfall z.B. heißt es „Hätte ich nicht, dann wäre das nicht passiert!“, oder was ich aus meiner Zeit damals noch erschreckenderweise in Erinnerung habe, als ich noch verheiratet war, bin ich morgens um 4 Uhr aufgestanden, habe meinem Exmann sein Vesper für die Arbeit gemacht, weil ich mich schuldig gefühlt habe, dass er das Geld verdienen muss. Und das, obwohl ich gerade unser Baby geboren hatte. Das ist absolut krank, was aus einem freien Menschen werden kann, wenn man nur lange genug emotional erpresst wird. 

Verlustängste höchsten Grades

Die Angst davor, man könnte verlassen werden, lässt sie Dinge tun, die sie eigentlich überhaupt nicht wollen. Sie klammern sich an die Menschen, die ihnen nicht guttun oder sogar schlechtes antun, weil die Angst vor dem Alleinsein größer ist, als die seelischen Schmerzen, die sie durchleben, wenn sie einfach dort bleiben, wo sie sind. Daher haben die Frauen auch nicht selten Beziehungsprobleme. Denn du kannst nieeeeemals eine bedingungslose, glückliche, entspannte und liebevolle Beziehung führen, wenn du deinen Wert nicht kennst und große Verlustängste hast.  Diese bringen nämlich ziemlich unschöne Verhaltensmuster zum Vorschein, wie zum Beispiel starke Eifersucht, Streit und Drama wegen Kleinigkeiten, sich an den Partner klammern und ihn erdrücken. Und das sind Garantien für eine lange Beziehung.

Die eigenen Bedürfnisse unterdrücken

Eigene Wünsche? Eigene Bedürfnisse? Fehlanzeige. Es wird getan, was andere erwarten und verlangen. Ob es Spaß macht oder nicht. Ich erzähle euch ein ganz klassisches Beispiel aus dem Alltag: Sie kommt von der Arbeit heim, hatte keinen guten Tag, Kopfschmerzen und freut sich jetzt auf das Sofa und eine halbe Stunde einfach mal ausruhen. Dann klingelt das Telefon und die Mama will jetzt sofort, dass der Garten gepflanzt wird, einkaufen gegangen wird oder sonstiges. Statt „Nein“ zu sagen, wird widerwillig eine Tablette eingeworfen, um dann die Erwartungen (oft sind es auch einfach nur Befehle) zu erfüllen. Die Angst davor, die Mama zu enttäuschen, oder das schlechte Gewissen, das aufkommt, weil die „Mama sie ja auch großgezogen hat“ lassen ihre keine andere Wahl, als zu funktionieren. Außerdem kann Mama ziemlich gemein werden, wenn es nicht läuft, wie sie will. Denn die Mama kennt es nicht anders und weiß genau, wenn sie pfeift, die Tochter rennt. Auch noch mit 30-40-50 Jahren. 

Der Wunsch nach Liebe, aber sich dann doch davor verschließen.

Die Menschen wollen doch alle eins. Liebe. Geliebt werden, gesehen werden, gehört werden, wertgeschätzt werden, einen Partner, der sie akzeptiert, wie sie sind. Mit den Ecken und Kanten, die jeder Mensch hat. Doch die bittere Wahrheit ist:

  1. Wer nicht bereit ist, an sich zu arbeiten, die Vergangenheit loszulassen und sein Selbstwertgefühl zu entdecken, wird diese Liebe nicht erleben können.
  2. Sie wollen es erleben, haben aber ihre Schutzmauern so hochgefahren, dass so ein Partner, so eine Liebe gar nicht zu ihnen durchdringen kann. Die Angst davor, verletzt zu werden, lässt es nicht zu, sich zu öffnen, sich dem hinzugeben. 

Wobei ich meiner Meinung und Erfahrung nach sagen kann, wer sich Punkt 1 nicht zu Herzen nimmt, hat wenig bis null Chancen, mit einem Partner zusammen zu sein, mit dem sie wirklich eine absolut friedliche, glückliche und bedingungslose Liebe erfährt.  Den die unbewussten Verhaltensmuster, die sich in ihrem Körper programmiert haben, werden dafür sorgen, dass sie immer wieder entweder den neuen Partner verjagen oder wieder an einen narzisstischen Partner geraten, der ihnen genau wieder das zeigt, was sie kennen. Demütigungen, Beschimpfungen, Anschuldigung, Belügen … Und so entpuppt sich die ersehnte Liebe wieder zu einem Alptraum und einer Partnerschaft mit einem Narzissten. 

Ein Teufelskreis, den jede nur dann unterbrechen kann, wenn sie wirklich bereit sind, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Kann sich nicht verletzlich zeigen.

Auch, wenn sie es nicht wollen, lieber lügen sie, als zu sagen, ja mir geht es gerade nicht gut. Von Weinen und Gefühle zulassen, brauche ich gar nicht anfangen zu schreiben. Alles wird unterdrückt und verdrängt, eine Maskerade, die vor allem nur eins um Welten verschlechtert. Das eigene Wohlbefinden. Weinen ist so wichtig. Denn das erlaubt, all die negativen Gefühle aus dem Körper zu lassen. Aber ich kann das verstehen, wer weint, ist schwach, somit angreifbar und das wiederum heißt, Verletzungsgefahr. „Nur nicht das Herz öffnen, das tut weh!“ Klar, so hat man es gelernt, so wurde es einem gezeigt und beigebracht. Doch genau das ist, hält sie von all dem ab, was sie eigentlich wollen. Innere Ruhe, inneren Frieden, Zufriedenheit, Glück, Liebe und geliebt zu werden, wie sie sind. Wer sich nicht zeigt, wie er ist, kann nicht geliebt werden, wie er ist. Klingt logisch, oder?

Die Lösung, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Ganz wichtig zu verstehen ist, dass die Vergangenheit und die Ereignisse genau dort sind, wo sie hingehören. In der Vergangenheit. Diese MUSS verarbeitet werden, damit sie losgelassen werden kann. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Nur der jetzige Moment und deine Zukunft können sie in ihre Hand nehmen. 

Eine erste Entscheidung ist auch der erste Schritt. „Ich will ein anderes Leben“ ist eine Entscheidung. Und mit dieser ersten Entscheidung sind die Weichen gelegt, in die Eigenverantwortung zu kommen. 

Was viele einfach nicht gerne hören, (Ich bin aber ein Coach, der die Frauen weiter bringen will, deswegen erzähle ich nicht, was sie hören wollen, sondern das, was ihnen hilft) ist die Tatsache zu erkennen, dass kein Mensch, keine Situation, keine äußeren Umstände für den Zustand jetzt die Verantwortung trägt, sondern einzig und allein sie selbst. 

Als Kind kann man sich nicht wehren. Als Erwachsener macht man das oft jahrelang mit, weil man es nicht anders kennt. Doch wenn der Moment gekommen ist, wo es heißt „Ich will mehr vom Leben, oder ich möchte etwas ändern, damit ich glücklich werden“, ist es genau der Moment zu verstehen, dass sie jetzt aus der Opferrolle und Opferhaltung in die Eigenmacht und Eigenverantwortung kommen müssen.

Du willst ein anderes Leben? Dann mach was.

Ein „Ja, aber die haben dies und das!“ bringt sie nicht weiter.  

Natürlich muss zum Aufarbeiten darüber gesprochen und eingetaucht werden. Und da sind auch alle Emotionen erlaubt und notwendig. Es darf geweint, geschrien, gelacht werden. Alles ist erlaubt. 

Doch dann, und das ist ausschlaggebend, muss eine Entscheidung getroffen werden. Und zwar, den anderen keine Macht mehr über sie und ihr Leben zu geben. Und das heißt wiederum, aus der Opferrolle herauszukommen und selbstbestimmt zu werden. 

Das klingt jetzt einfacher, als es manchmal sein wird und kann. Aber auch das ist normal. Ein Prozess, der seine Zeit braucht. Wer 40 Jahre lang die gleichen Verhaltensmuster gehabt hat, kann nicht erwarten, dass er über Nacht eine andere Persönlichkeit ist. Also ist Geduld gefragt. 

In diesem Prozess lernen sich die Frauen zum ersten Mal richtig kennen. Wer sind sie wirklich hinter all den Ängsten und den „Geschichten“, die sie über sich denken? Geschichten, die sie zum Erstarren gebracht haben. 

  • „Du bist nicht gut genug!“
  • „Du schaffst es nie zu etwas!“
  • „Schau dich mal an, wie du aussiehst!“
  • „Du kannst froh sein, dass sich überhaupt jemand mit dir abgibt!“
  • „Hast du nichts, bist du nichts!“
  • „Du musst sämtliche Kriterien erfüllen, um geliebt zu werden!“

Bla, bla bla… Das ist alles Bullshit! 

Aber um das zu verstehen und erkennen, bleibt nichts anderes, als die besagten Ereignisse zu verarbeiten und sie loszulassen. 

Auch für mich war das ein langer Weg.

Ich habe Freunde verloren, Familie verloren und große Angst gehabt.

Doch ich habe die Reißleine gezogen und das war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich wollte nicht für den Rest meines Lebens unglücklich und eine Gefangene meiner Vergangenheit und den Menschen sein, die mir das Leben schwer gemacht haben. 

Ich wollte für meine Kinder ein Vorbild sein. Mit meinen Kindern gemeinsam etwas für mich damals Unvorstellbares aufbauen. 

Ich wusste nicht, wie oder was passiert. Ich wusste nur, dass ich es anders will und dass ich nur 2 Möglichkeiten habe:

  1. Ich sammele meinen ganzen Mut zusammen und springe, oder
  2. ich bleibe für immer da, wo ich bin und lebe ein Leben als Sklave und habe irgendwann überhaupt keine Kraft mehr.

Nun ja, für welchen Weg ich mich entschieden habe, seht ihr selbst. 

Mein Leben heute?

Tja, was soll ich sagen. 

Kurz zusammengefasst kann ich voller Stolz sagen:

  • Ich mache nur noch das, was mir Spaß macht. 
  • Ich habe nur noch Menschen in meinem Leben, die mir guttun.
  • Jegliches Drama gibt es in meinem Leben nicht mehr.
  • Ich bin so glücklich und geliebt wie noch nie.
  • Lebensträume werden Realität.
  • Ich kann anderen Frauen auf ihrem Weg helfen, damit sie auch endlich glücklich sein können.
  • Ich zeige mich, wie ich bin, mit allen Facetten. Auch verletzlich! Und das tut so unendlich gut.
  • Egal, was passiert, ich habe keine Nervenzusammenbrüche mehr, sondern gehe die Dinge gelassen und mit einem 100 % Vertrauen an.
  • und so viel mehr….

Und ich weiß, dass es jeder schaffen kann, sich ein ganz wunderbares Leben zu erschaffen. Ganz egal, was in der Vergangenheit gewesen ist. 

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