Die richtige Entscheidung treffen…

Warum Entscheidungen treffen so schwerfällt.

Es gibt wenige Menschen, die sofort eine Entscheidung treffen. Die nicht erst ewig abwägen, sondern einfach sagen: „So mache ich es jetzt und fertig!“ Aber warum fällt es so vielen so unheimlich schwer, sich zu entscheiden?

Kennst du das auch?

Du sitzt im Restaurant und schickst den Kellner 3 Mal wieder weg, weil du dich einfach nicht für ein Essen entscheiden kannst?

Oder du fährst an 25 freien Parkplätzen vorbei, weil du ständig überlegst, welcher der Perfekte ist?

Oder du weißt nicht, ob du Lust hast, etwas zu unternehmen? Bleibst du zu Hause, könntest du etwas verpassen, gehst du fort, bereust du es vielleicht, weil du keinen Spaß hast.

Ein ewiges Abwägen und hin und herüberlegen. 

Eins ist klar, es muss eine gute Entscheidung sein. Die richtige Entscheidung, die keine negativen Konsequenzen bringt. 

Und wenn es keine Entscheidungen sind, die zeitnah getroffen werden sollten, bleibt nur ein: aufschieben. 

Das ist schließlich am einfachsten. Da kannst du dich dann erstmal um andere Dinge kümmern und dich schööööön davor drücken. 🙂 

Keine Sorgen, kenne ich alles. 

Meine Kinder haben vor einigen Jahren immer gesagt, dass ich mir bitte die Speisekarte schon im Internet anschauen soll, damit ich nicht wieder 30 Minuten brauche, um mich zu entscheiden. Und soll ich dir was verraten? Essen gehen war immer mindestens 1 Woche im Voraus geplant. Damit ich mir 1 Woche lang die Karte reinziehen konnte. 😀 hahahahah das ist doch verrückt. 

Und klar, was bei so kleinen Dingen und Situationen schon ein Problem darstellt, ist bei wirklich großen und wichtigen Themen natürlich umso schlimmer. 

Doch was steckt hinter dieser Unsicherheit der Entscheidungsfindung?

Natürlich will jeder einfach die beste Wahl treffen. Eine, die nur positive Schlussfolgerungen mit sich bringt. Und mit Sicherheit hat sich jeder von uns schon einmal für etwas entschieden, was sich im Nachhinein erstmal als Katastrophe entpuppt hat. Oder sogar große Schwierigkeiten bereitet hat. Und wie ihr sicher wisst und was ich immer in meinen Social-Media-Kanälen immer predige: Die Erlebnisse aus der Vergangenheit sind nicht mehr deine jetzige Realität. 

Denn ob du eine Fehlentscheidung in deiner Vergangenheit getroffen hast oder nicht, das hat mit der jetzigen Situation und der neuen Entscheidung, die getroffen werden will, überhaupt nichts mehr zu tun. 

Außerdem ist eine falsche Entscheidung keine falsche Entscheidung an sich. Es ist eine Entscheidung, die getroffen wurde, die nicht optimal war, aber du bist aus den Herausforderungen, die dadurch entstanden sind, gewachsen. (Nicht mit den Augen rollen, ich weiß, in was für aussichtslose Situationen einen das bringen kann.) Und trotzdem ist in allem etwas Positives zu finden. Auch, wenn es nicht auf den 1. Blick so erscheint.)

Was noch dazu kommt, ist, dass Menschen sich ungern festlegen. Manche Entscheidungen können durchaus lebensverändernd sein. Und wer schreit schon gerne nach Veränderung? 

(Was mir immer wieder auffällt und jetzt gerade zum Thema Veränderungen passt, ist, so unglücklich meine Klientinnen manchmal auch sind, eine Veränderung ist erst einmal immer eine Gefahr. Ich glaube, dazu gibt es bald auch einen Blogartikel.)  

Aber weißt du was? Im Leben geht es nicht ohne Entscheidungen. Du triffst vor jeder Handlung, die du tust, eine Entscheidung. Viel zu oft aus dem Unterbewusstsein. Wie auf Autopilot. Oder denkst, zerbrichst du dir jeden Tag den Kopf, ob du Zähne putzen sollst, oder nicht? Nein, du entscheidest ganz automatisch ins Bad zu gehen und dir die Zähne zu putzen. 

Wie das Zähne putzen triffst du täglich unendlich viele Alltagsentscheidungen. Und es sind nur die schwierigen Entscheidungen, die Angst machen. Weil genau diese, wie vielleicht in der Vergangenheit gezeigt haben, Schwierigkeiten bedeuten. Oder die gehasste Veränderung. 

Wenn dir Entscheidungen schwerfallen, hast du mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein Thema mit deinem Selbstwertgefühl. 

Denn wenn du weißt, wer du bist, was du wert bist und dass du dir vertrauen kannst, hast du auch keine Angst, falsche Entscheidungen zu treffen. 

Du weißt, egal was dabei rauskommt, es hat alles seine Richtigkeit und du wirst eh mit allem fertig. 

Doch was kannst du tun, wenn das Thema Entscheidungen dir wirklich schwer im Magen liegt?

Ein paar Tipps, wie du besser Entscheidungen treffen kannst

Du musst die Angst vor Entscheidungen überwinden!

Versuch das zuerst mit Kleinigkeiten. Wenn ich die Beispiele vom Anfang des Textes nehme, nimm den ersten freien Parkplatz, den du siehst, nimm das erste Essen, das dich angemacht hat und hör auf dein Bauchgefühl, wenn du nicht weißt, ob du rausgehen oder zu Hause bleiben sollst. 

Nicht erst lange überlegen und alle möglichen Szenarien ausmalen. Zack, entscheiden und machen. 

Wenn du dann aussteigst und weiter vorne einen Parkplatz siehst, ärgere dich nicht, sondern freue dich über die paar Schritte, die du extra gehen kannst. Schließlich tut Bewegung gut. 

Wenn dein Tischnachbar sein Essen bekommt und das besser aussieht als deins, dann merk dir das für das nächste Mal und bestelle es dir dann. 

Und wenn du hörst, wie toll die Party war, mach dir klar, bei dir zu Hause war es auch gemütlich und das war nicht die letzte Party, auf die du gehen konntest. 

Das Zauberwort lautet wieder Dankbarkeit und Fokus auf das Positive. Immer das Beste aus der Situation zu machen.  

(Leider neigen die Menschen dazu, sich immer auf das Negative zu konzentrieren. Das ist die schlechteste Entscheidung, die man treffen kann!)

Werfe eine Münze.

Wenn du dich nicht entscheiden kannst, ob ja oder nein, dann frag die Münze. Kopf für Ja und Zahl für Nein. Glaub mir, sobald die Münde in der Luft ist, wirst du dir insgeheim wünschen, was das Ergebnis ist. 

Dann weißt du schon, wie die Entscheidung ausfallen soll, ohne dass du die Antwort der Münze brauchst. 

Schreibe dir eine Liste.

Wenn du nicht weißt, was du tun sollst, zum Beispiel wenn es darum geht, deinen Job zu wechseln, schreibe dir eine Pro und Contra Liste. 

Jeder Betrieb bekommt von dir deine persönlichen Vor- und Nachteile aufgelistet. Anhand dieser Liste siehst du im Überblick, was dir besser liegt, welcher Arbeitsplatz mehr Vorteile für dich hat usw. 

Stelle dir Fragen.

Wie zum Beispiel folgende Frage:

Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?

Genauso wie dann…

Was ist das Beste, was passieren kann?

Welche Konsequenzen könnten folgen?

Ist die Angst vor den Konsequenzen berechtigt oder sind das die Ängste meiner Erfahrungen?

Beobachte dich und deine Gedanken! Die sind sehr aufschlussreich. 

Hör auf deine innere Stimme.

Der Verstand ist oft so laut, dass er unsere innere Stimme übertönt. Was ist, wenn…. und dann ist das…. und das hat schon mal nicht geklappt…. mach das nicht….!

Wie ein Radio auf Dauersendung laufen unsere Gedanken und unser Verstand. 

Dabei haben wir für alles immer eine Antwort, wenn wir unserer Intuition lauschen und unserem Bauchgefühl folgen. 

Treff also nie eine Entscheidung in emotionalen aufgebrachten Situationen, sondern finde deine Ruhe und lausche deiner inneren Stimme. Deinem Bauchgefühl. 

(Auch das kannst du mit Kleinigkeiten üben.)

Wichtig noch am Schluss.

Es gibt keine falschen Entscheidungen. Es gibt Entscheidungen, die uns lehren, die uns zum Wachsen bringen. Die unseren Selbstwert stärken und unser Selbstvertrauen steigen lassen. Auch, wenn es, wie gesagt, im ersten Moment überhaupt nicht danach aussieht. 

Das Leben funktioniert nicht ohne wichtige Entscheidungen. 

Meine erste große Entscheidung habe ich getroffen, mit der Gefahr, alles zu verlieren. Und ich habe unendlich viel gewonnen. 

Einige Jahre habe ich hin und her überlegt und mich nicht getraut. Ich hatte Angst vor Veränderung. 

Heute liebe ich die Veränderung und treffe Entscheidungen blitzschnell. Ich habe mein Bauchgefühl wieder gefunden und meine innere Stimme ist mittlerweile um ein Vielfaches lauter als mein Verstand, der immer wieder mit Dingen aus der Vergangenheit um die Ecke kommt. 

Es lohnt sich also. 

Nein, ich will sagen, Entscheidungen zu treffen. Und das bewusst, ruhig und gelassen wird dein Leben verändern. Und zwar gewaltig. Und absolut positiv. (Manchmal sieht man das erst im 2. Moment)

Aber du wirst diese neue Art zu leben erfahren. Garantiert wirst du sie auch lieben. 

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