Die über-mich-Seite. Ich schreibe dir meinen persönlichen „Lebenslauf“

Eine Frau, die ihren Weg gegangen ist und nun anderen Frauen helfen will

Um euch einen ersten Eindruck zu geben, wer ich bin, werde ich ein bisschen über mich schreiben

Ich heiße Shadja bin Ende 30 und habe 3 wundervolle Kinder. Eine Tochter und 2 Söhne darf voller Stolz in ihr selbstbestimmtes, selbstbewusstes und eigenes Leben begleiten. 

Da ich Tiere und die Natur über alles liebe, darf ein Hund natürlich nicht fehlen. Dieser kleine Kerl, ein Jack Russel Terrier namens Alwin bereichert unser Leben jetzt schon seit fast 10 Jahren. Immer glücklich und gut gelaunt, hat er mir schon durch die ein oder andere Krise geholfen. 

Am Rande der schwäbischen Alb (klar, in der Nähe von Stuttgart) bestreite ich nun schon mein ganzes Leben. 

Landschaftlich hat das Schwabenland wirklich eine Menge zu bieten. Vor allem für mich als sehr naturverbundene Frau, kann ich dort stundenlang meinen Akku aufladen, oder auch zu mir finden. In der Stille der Natur liegen oft die Antworten, die ich für mich brauche. 

Diese Ruhe und Kraft ist jedes Mal eine Einladung, den jetzigen Augenblick ganz bewusst zu genießen und mich an das zu erinnern, was wirklich wichtig ist im Leben. Und das ist der Augenblick. Der Moment. 

In unserer schnelllebigen Gesellschaft geht das viel zu oft unter. 

Jeden Augenblick, jeden Spaziergang, jedes Gespräch, jeder einzelne Atemzug den wir machen, ist einmalig und geschieht genau in diesem einen Moment. Das sollten wir uns immer wieder in Erinnerung rufen. Denn der Augenblick ist unser Leben. 

Natürlich habe auch ich eine Schwäche. 🙂 Und das ist die Geschwindigkeit und schöne Autos. Daher freue ich mich, wenn ich ab und an ein bisschen „schrauben“ kann. Oder schöne Erlebnisse erleben darf, die nach Benzin und verbranntem Gummi riechen. Hach ja, das zaubert mir direkt ein breites Grinsen ins Gesicht. 

Auch ich habe noch Träume und Ziele, die ich erreichen möchte und werde:

  1. Ich möchte den Motorradführerschein machen.
  2. Und mit einem Camper oder umgebauten Sprinter quer durch Europa, oder um die Welt. 

Hast du auch Träume und Ziele?

So, jetzt aber erzähle ich dir von meiner Vergangenheit, damit du weißt, warum ich mache, was ich mache.

Was darf auf meiner über-mich-Seite nicht fehlen? Storytelling aus frühen Kindestagen!

Geboren wurde ich 4 Jahre nach meiner Schwester. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines libanesischen Vaters, habe ich Dinge erlebt, die mich für viele viele Jahre sehr prägen sollten. 

Gewalt stand an der Tagesordnung. Ich habe gesehen, wie meine Mutter verprügelt wurde, wie meine Schwester verprügelt wurde und auch ich wurde nicht verschont. 

Unter anderem wurde der Versuch meine Schwester zu entführen und zu verheiraten (sie war etwa 6 Jahre alt) glücklicherweise verhindert. 

Meine Mutter wusste irgendwann keinen Ausweg mehr und ist mit uns ins Frauenhaus geflüchtet. Doch auch dort waren wir nicht sicher. Sie lernte einen neuen Typen kennen und leider Gottes hatte er das, was in ihr alle seelischen und körperlichen Schmerzen betäubte. 

Und so begann die eigentliche Tragödie erst. 

Drogen, Alkohol und irgendwelche mysteriösen Typen bestimmten ihren Alltag, bis sie irgendwann beschloss, uns zu unserer Oma zu bringen, weil sie eine Auszeit brauchte. 

Meine Oma kannte ich bis zu diesem Tag gar nicht. Da stand ich also als 3-jähriges Mädchen vor der fremden Frau und musste für 2 Wochen dort bleiben.

Aus 2 Wochen wurden 2 Monate.
Aus 2 Monaten 2 Jahre.
Und aus diesen 2 Jahren wurden sage und schreibe 10 Jahre. 

Immer wieder habe ich sie gesehen, als ich mit dem Bus in die nächst größere Stadt gefahren bin, um zur Schule zu gehen, wie sie am Busbahnhof ihr Leben verbrachte. 

Von meinen Klassenkameraden wusste das natürlich niemand (warum das so war, komme ich später drauf zurück). In der Hoffnung, das sie mich nie erkennt und anspricht, bin ich immer im Tumult der Schüler an ihr vorbeigeschlichen. 

Irgendwann haben wir die Nachricht erhalten, dass wir tatsächlich noch einen Bruder bekommen haben. Erstaunlicherweise körperlich gesund. Was bei einem derartigen Drogen- und Alkoholkonsum nicht selbstverständlich ist. 

Ihr 2. Ehemann, der Vater unseres Bruders verstarb, unser Bruder wurde ihr vom Jugendamt weggenommen und ins Heim gesteckt und sie wusste auch, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Das war dann Grund genug, um plötzlich bei uns vor der Türe zu stehen. 

Ich wollte das nicht akzeptieren. Doch meine Oma sagte immer, dass es ihr Kind ist und sie nicht vor ihr die Türe verschließen wird. 

Klar, ich war einfach nur verletzt und voller Wut und Enttäuschung. Doch aus der Sicht von heute, kann ich sagen, weder meine Oma, noch meine Mutter hatten ein schönes Leben. Und dass sie genau so gehandelt haben, wie sie es damals eben wollten und konnten. 

Meine Mutter starb als ich 14 war. Mein Bruder wurde adoptiert und meine Schwester und ich lebten weiterhin bei unserer Oma.

Durch das Erlebte mit meinen Eltern musste ich sehr schnell groß werden.

 Verlustängste, Verlassensängste, Angst zu sprechen, vor Männern und der nicht vorhandener Selbstwert bestimmte meine Kindheit.

Auch das Leben bei meiner Oma war nicht, wie es sein sollte. Doch das wollte sich erst nach Jahren zeigen

Bei meiner Oma lebte ich behütet und beschützt auf. Ich hatte ein Bett, jeden Tag eine warme Mahlzeit, Kleidung, eine Spielsache und es herrschte keine Gewalt. Für ein Kind, das sowas nicht kannte, war es für mich wie ein Paradies. 

Bis ich etwas älter wurde und ich merkte, wie mich alles von dort weg zieht. Mit 14 bin ich praktisch nicht mehr zu Hause gewesen. Ich war immer mit Freunden unterwegs und Alkohol war bei uns fester Tagesbestand. Meine Schule machte ich dennoch anständig, mit guten Noten und nie fehlenden Hausaufgaben. Doch danach, war ich eben immer auf der Suche nach Dingen, die mich „glücklich“ machen. 

Was mir erst, viele viele Jahre später bewusst wurde, meine Oma hat wirklich getan, was sie konnte … Sie hatte selbst kein einfaches Leben. Doch statt sich Hilfe zu holen, baute sie eine Mauer auf und brachte auch uns das bei:

  • „Nicht weinen, du bist stark!“
  • „Wir trauern nicht!“ (Als meine Mutter starb)
  • „Keiner darf die Wahrheit erfahren. Deine Mutter war krank!“
  • „Sie ist nur so in die Drogenwelt abgerutscht, weil sie mit euch nicht fertig wurde!“
  • „Ohne mich würdet ihr in der Gosse liegen!“
  • „Ich hätte ein anderes Leben leben können, aber ich habe euch aufgenommen, ihr seid mir das schuldig!“

Das ist nur ein kleiner, ganz minimaler Ausschnitt der Sätze, die mich stark geprägt hatte. 

Zur Verlustangst, dem Gefühl nicht gut genug zu sein, und all dem anderen, kamen also noch eine große Portion Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen für jeden Atemzug, den ich gemacht habe. („Ich habe den anderen die Luft gestohlen“)

Meine Ehe und Geburt der Kinder

Ich nutze, wie du merkst, die über-mich-Seite, um dir einen kleinen Einblick in mein Leben zu schreiben. Denn meinen Werdegang kann man, wie ich schon sagte, in keinem Buch lernen. Mein Zertifikat ist meine Lebenserfahrung. Keine Ausbildung kann das ersetzen, was mein Coaching Angebot einzigartig macht. 

Mit 19 lernte ich meinen Mann kennen. Ja, im Nachhinein kann ich zugeben, ich habe das absolute Klischee erfüllt. 

„Selbst nie eine richtige Familie gehabt, ich gründe jetzt meine eigene Familie.“ Der Klassiker. Nun ja, das war sicherlich keine falsche Entscheidung, denn ich liebe das Leben mit meinen Kindern und auch durch die Ehe, habe ich noch eine ganz Menge dazulernen dürfen. 

Ich klammerte mich also an einen Mann, der als Freund und Kumpel sicher ein ganz feiner Mensch ist. Doch unsere Ehe verlief sehr schwierig. Was anfangs für mich wie ein Traum aussah, denn endlich war da ein Mensch, der mich irgendwie ja doch toll fand, entpuppte sich als vergiftete Lebenszeit. 

Selbst bei der Geburt unserer Tochter, hatte er mich angeschnauzt, ich solle aufhören zu heulen, er will jetzt schlafen. 

Merkt ihr das? Ein Muster, das sich in meinem Leben immer wieder wiederholte. Ich durfte nicht weinen, keine Verletzlichkeit zeigen, ich musste funktionieren und die Klappe halten. Nun ja, nachdem mir dann nach Jahren das Auto genommen wurde, ich praktisch im goldenen Käfig eingesperrt war, war der Leidensdruck irgendwann so groß, dass ich eines Tages meinen ganzen Mut zusammen nahm und ihm sagte, dass ich mich trennen will. 

Er nahm mich nicht ernst und mehr als „Solang du meine Frau bist, tust du was ich will und wann ich will.“ 

Doch ich sagte es ihm immer und immer wieder. Es hat ganze 4 Monate gedauert, bis er gegangen ist. Und ich muss sagen, das waren mit die schlimmsten 4 Monate meines Lebens. Es kam zu Handgreiflichkeiten, Erpressungen und Beleidigungen (immerhin nur dann, wenn die Kinder nicht zu Hause waren).

Der Tag, an dem er ging, habe ich nur noch geweint, weil ich spürte, wie eine unvorstellbare Last von meinen Schultern abfiel. 

Die Trennung war einer der wichtigsten Elemente meines Wachstums

Zum ersten Mal hatte ich tatsächlich eine Grenze gesetzt. Eine Entscheidung getroffen, die für mein seelisches Wohl mehr als notwendig war. Ich fühlte mich stolz und hatte keinerlei Angst vor einem Leben alleine mit 3 Kindern. Denn ich hatte ja noch meine Schwester und irgendwie auch meine Oma. (Dachte ich). 

Doch der Gegenwind war gewaltig. Ich musste mir Dinge anhören, wie z.B. „Du hast 3 Kinder, da trennt man sich nicht.“, „Stell dich nicht so an, er ist halt wie er ist.“…. Tja, und wieder stand ich da als der Depp vom Dienst. Wieder einmal sollten meine Bedürfnisse untergraben werden. 

Aber nein, ich bin den ersten Schritt gegangen und wollte auf keinen Fall wieder zurück. Ein erbarmungsloser Scheidungskrieg brach aus.

Meine Oma hatte einen gehässigen Plan nach dem anderen auf Lager. Worte wurden mir gesagt, die mich selbst als 3-fache Mama, mit 2 Jobs und trotzdem immer positiv gestimmt, derart verletzten, dass ich irgendwann beschloss den Kontakt zu meiner Oma abzubrechen. Das hat mich enorm viel Kraft gekostet, da mich die Schuldgefühle beinahe in den Wahnsinn getrieben haben. Denn mir wurde immer klarer, dass meine Oma all die schmerzlichen Erfahrungen mit meiner Mutter auf mich übertragen hat. Sie hat einfach nie verarbeitet, weil sie es sich selbst nicht erlaubt hat, Schwäche zu zeigen. Bzw. eine gewisse Verletzlichkeit. Sie sagte immer wieder, ich sehe aus wie meine Mutter. Und ich denke, dass ich durch meine Scheidung einige Triggerpunkte in ihr gewaltig ins Brodeln gebracht habe. 

Sie war eine verletzte Frau, die eben auch sehr nach Anerkennung gebettelt hat und dadurch an ihrer Opferhaltung festgehalten hat. 

Mein Anwalt wollte damals ein Näherungsverbot erwirken, da auch unsere Gerichtsverhandlungen schlimmer als bei Barbara Salesch waren. Doch ich wollte es nicht, denn er war immer ein lieber Vater zu den Kindern. Und dass die Kinder weiterhin Kontakt zu ihrem Vater hatten, war mir überaus wichtig. So unschön wie unsere Ehe auch lief, die Kinder hatten damit nichts zu tun. 

Um das hier ein wenig abzukürzen … 

Die Trennung hat meinen kompletten Lebenswandel ins Rollen gebracht. Und bei all der Sch….. durch die ich ging, kann ich sagen: „Ja, ich würde es wieder so tun. In vielen Situationen anders reagieren, denn das hätte einiges einfacher gemacht, aber es war ein großer Schritt Richtung Freiheit und das hat sich mehr als gelohnt.“

Und, ich weiß jetzt, was alles möglich ist und dass es nichts gibt, was ich nicht schaffen kann. Egal wie hart es ist, es geht vorüber. Und danach habe ich wieder viel dazugewonnen … 

Ja, man, persönliches Wachstum rockt. Aber sowas von 😉

„Jetzt bin ich fertig mit Wachstum!“, dachte ich zumindest 😉

Wer denkt, dass Wachstum jemals endet, hat sich ganz gewaltig geirrt. Deine Ausrichtung auf die Herausforderungen machen aber den Unterschied. Deine Sicht auf die Dinge und die Entscheidung, ob du siehst, dass in allem potenziell Wachstum steckt, oder ob du dich als Opfer der Umstände betrachtest. 

Das ist das Zünglein an der Waage, dass dein ganzes Leben verändern kann. 

Zurück zur über-mich-Seite …

Ich hatte mich durch diese wirklich sehr anstrengenden Jahre natürlich verändert. Plötzlich habe ich gewisse Dinge anders betrachtet. Und ich habe zu 1 Mio. % verstanden, was wirklich relevant im Leben ist. Selbstmitleid, die Opferhaltung ist sowas von Fehl am Platz. Denn du kannst dich jederzeit aus jeder Situation befreien. Und vor allem kannst du entscheiden, was du aus deinem Leben machst. 

Na ja, jedenfalls hat meine langjährige Freundin (22 Jahre) meinen Wandel nicht verstanden. Plötzlich hat mich nicht mehr interessiert, wer was macht. Fremde Menschen und ihre Lebensart juckt mich noch genau 0,00000. Ich habe gemerkt, dass wir einfach nicht mehr auf derselben Frequenz sind. Bis sie mich dann eines Tages beschimpft hat. Und dann ist dieser Kontakt auch zerbrochen. Ja, ich habe auch Ecken und Kanten, wer nicht … Doch mir wurde sehr bewusst, dass sich durch die Persönlichkeitsentwicklung Wege trennen. Und das ist auch in Ordnung. Wir sind nicht verpflichtet, mit ein und denselben Menschen auf ewig verbunden zu sein. Wir sind nicht verpflichtet uns anzupassen, wenn sich immer mehr das Gefühl breit macht, dass es einfach nicht mehr passt. 

Sicher, es tut weh, wenn sich Wege trennen. Doch tut es nicht mehr weh, aus Pflichtgefühl ein angepasstes Leben zu führen? 

Ich danke meiner Freundin von Herzen für alle die vielen Jahre, die Aufs und Abs und für alles, was sie für mich getan hat. Auch ihr und ihrer Familie wünsche ich alles Gute. 

Es war natürlich ziemlich schmerzlich. Denn irgendwie schien es, als würde ich alles „verlieren“, was mir jemals wichtig war. 

Oma, eigene Familie, beste Freundin…. Einer nach dem anderen stieg aus dem Zug des Lebens aus. 

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